1648: Von Krieg und Frieden: Setting

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Kurzer Überblick über das Setting

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Münster, Juli 1648: Seit nunmehr dreißig Jahren ist Europa zerrissen vom Krieg. Die Kriegsparteien? Die Überbleibsel der Protestantischen Union und ihrer Verbündeten auf der einen Seite. Auf der anderen Seite des Schlachtfeldes befindet sich das Kaiserreich, seine Verbündeten und Reste der Katholischen Gemeinde. Leidtragende sind aber vor allem die Menschen, die in Europa leben. Nie hatte man einen solchen Krieg gesehen. Die Ausmaße dieses Krieges übertreffen jeden bisherigen Krieg, den es in Deutschlang bisher gab. Familien werden vertrieben, oder ihnen geschieht Fällen Schlimmeres. Hungersnöte und Seuchen geben all jenen den Rest, die den Schwertern der plündernden Söldnerheere entkommen sind.

Dreißig lange Jahre voller Leid und Tod, die nun aber enden könnten. Denn in Münster sitzen die Vertreter der Kriegsparteien bereits seit einigen Monaten zusammen, um den Frieden zu verhandeln. Dieser soll Ruhe einkehren lassen und sowohl die territorialen als auch die religiösen Grenzen ein für allemal abstecken.

Keine leichte Aufgabe. Denn so groß die Zahl der beteiligten Personen ist, so groß ist auch die Vielfalt an Meinungen zu diesem historischen Unterfangen und seinen eventuellen Folgen. Kein Wunder also, dass nicht jeder sein Schicksal in die Hände der Unterhändler legen, sondern selbst Einfluss nehmen möchte.

Hier kannst du noch etwas mehr über die Geschichte des dreizig Jährigen Krieges erfahren.

Charakter und Gruppenbeschreibung

Die Spieler sind in diesem Abenteuer Teil einer Gruppe von politischen Einflussnehmern und/oder anderen Parteien des Konfliktes. Sie haben ein Geschäft daraus gemacht, die Entscheidungen größerer Männer und Frauen als sie es vermeintlich sind zum Interesse ihrer Auftraggeber zu beeinflussen.

Dabei reicht ihr Angebot von kleinen Hilfen bei der Meinungsbildung, über Erpressung bis hin zu Morden, wenn es keine andere Lösung mehr zu geben scheint.

Die Charaktere sollten eine sinnvolle Aufgabe innerhalb einer Organisation übernehmen können, die man sich wie einen Haufen von Leih-Spionen vorstellen kann. Man muss kein Dieb, Betrüger oder Killer sein, könnte es aber durchaus.

Man solltet in jedem Falle an Geld interessiert sein. Sehr sogar. Und Geld sollte in der Lage sein, eure Moral ein wenig aufzuweichen.

Zusätzlich solltet ihr mit einer Hintergrundgeschichte begründen, warum eure Charaktere Aufträge, wie den nun zu erwartenden annehmen und wie er oder sie dahin kam, wo er oder sie heute ist. Ob das nun gut oder schlecht sein mag, liegt im Auge des Betrachters.


Alter und Geschlecht sind egal, ebenso kann der soziale Stand durchaus variieren. Behaltet im Hinterkopf, dass in Europa seit dreißig Jahren Krieg herrscht und das Land darunter leidet. Der Brieftasche könnte dies aber möglicherweise sehr gut getan haben oder eben auch nicht.


Tipps

● Baut keine zu einseitigen Charaktere, da sie diverse Lösungswege angeboten bekommen.

● Versucht nicht, das Setting auszutricksen. Wenn ihr beispielsweise adlig sein möchtet, sollte der Spielleiter eine gute Erklärung hören wollen, was euer Charakter in niederen Kreisen macht.

● Behaltet die Vor- und Nachteile eurer sozialen Rolle in bestimmten Situationen im Blick. Auch arm zu sein, kann Vorteile haben – auch, wenn eurer Charakter nur spielt, arm zu sein.